Verfahrensarten

Das Beschaffungsgesetz sieht für öffentliche Vergaben vier verschiedene Verfahrensarten vor. Die Fristen und Abläufe variieren entsprechend dem erforderlichen Vergabeverfahren. Zum Beispiel werden Aufträge in den offenen und selektiven Verfahren öffentlich ausgeschrieben, während im Einladungs- und freihändigen Verfahren die Unterlagen direkt einer bestimmten Anzahl von Unternehmen zugestellt werden. Die Verfahren, Fristen und Abläufe werden unter der entsprechenden Verfahrensart beschrieben.

  • Offenes Verfahren

    Das offene Verfahren kommt im Baunebengewerbe sowie bei Dienstleistungen und Lieferungen ab einem Schwellenwert von CHF 250‘000 und im Bauhauptgewerbe ab CHF 500’000 zur Anwendung. Der Auftrag wird öffentlich im Kantonsblatt Basel-Stadt (www.kantonsblatt.ch) und auf der elektronischen Plattform von Bund und Kantonen (www.simap.ch) ausgeschrieben. Mehr zum offenen Verfahren

  • Selektives Verfahren

    Das selektive Verfahren kommt insbesondere in den Fällen zur Anwendung, wo aufgrund von Geheimhaltungsinteressen, einer grossen Zahl an potenziellen Anbietern oder einer hohen Komplexität ein Interesse besteht, den Anbieterkreis zu kennen oder einzuschränken. Das selektive Verfahren umfasst zwei Phasen. Die Schwellenwerte sind die gleichen wie beim offenen Verfahren. Mehr zum selektiven Verfahren

  • Einladungsverfahren

    Das Einladungsverfahren kommt bei Lieferungen ab einem Schwellenwert von CHF 100‘000, im Baunebengewerbe und bei Dienstleistungen ab CHF 150‘000 und im Bauhauptgewerbe ab CHF 300‘000 zur Anwendung. Im Einladungsverfahren werden die Anbietenden ohne Publikation direkt zur Angebotseingabe eingeladen. Mehr zum Einladungsverfahren

  • Freihändiges Verfahren

    Das freihändige Verfahren kommt unter dem Schwellenwert von CHF 100‘000 bei Lieferungen, unter CHF 150‘000 im Baunebengewerbe und bei Dienstleistungen sowie unter CHF 300‘000 im Bauhauptgewerbe zur Anwendung. Im Gegensatz zu allen anderen Verfahren ist das freihändige Verfahren an keine formalen Verfahrensvorschriften gebunden. Mehr zum freihändigen Verfahren

  • Wettbewerb

    Die Durchführung eines Wettbewerbs dient den Auftraggebenden zur Evaluation verschiedener Lösungen, insbesondere in konzeptioneller, gestalterischer, ökologischer, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht. Ein Wettbewerb kann je nach Summe des Preisgeldes und des erwarteten Honorarangebots im erforderlichen Verfahren ausgeschrieben werden. Mehr zum Wettbewerb