Phase 2 - Angebotseingabe

Die zugelassenen Anbietenden werden zu Phase 2 eingeladen und haben die Möglichkeit ein Angebot auszuarbeiten, welches anhand der vorgegebenen Zuschlagskriterien bewertet wird.

Versand der Unterlagen

Die auftraggebende Stelle stellt die Unterlagen für die Angebotseingabe allen zur Offertstellung zugelassenen Anbieterinnen und Anbietern zu.

Für Beschaffungen, die den Bestimmungen der Staatsverträge unterstellt sind, beträgt die Frist zwischen dem Erhalt der Unterlagen und dem Datum der Angebotseingabe mindestens 40 Kalendertage (Art. XI Abs. 2 lit. b GPA). Bei Beschaffungen im Binnenmarktbereich ist die Frist gesetzlich nicht geregelt, berechnet sich jedoch nach dem geschätzten Aufwand für die Erstellung der Offerte. Erfahrungsgemäss ist von einer Dauer von ca. 21 Tagen oder mehr auszugehen.

Zwischen Versand der Unterlagen und Offertöffnung kann eine Begehung, eine Informationsveranstaltung und/oder eine Frist für die Einreichung von Fragen und deren Beantwortung festgelegt werden. Wird eine obligatorische Begehung durchgeführt, so sind nur die Anbietenden zur Offertstellung zugelassen, welche an der Begehung teilgenommen haben.

Öffnung und Auswertung der Angebote

Alle rechtzeitig eingegangenen Angebote werden direkt nach Ablauf der Eingabefrist von der Kantonalen Fachstelle für öffentliche Beschaffungen geöffnet. Die Offertöffnung ist für alle Anbieterinnen und Anbieter, die eine Offerte eingereicht haben, öffentlich.

Nach Offertöffnung werden die rechtzeitig eingegangenen Angebote von der auftraggebenden Stelle, gemäss Angaben in den Ausschreibungsunterlagen, ausgewertet und allfällige Fragen werden mit der Kantonalen Fachstelle für öffentliche Beschaffungen geklärt. Die Auswertung besteht aus einem Vergleich der Unternehmen anhand des bereinigten Preisangebotes sowie der Gesamtpunktzahl der Zuschlagskriterien und enthält Angaben zur Erfüllung der Eignungsnachweise. Sie wird zusammen mit der Offerte des Erstplatzierten und die der allenfalls ausgeschlossenen Unternehmen bei der Kantonale Fachstelle für öffentliche Beschaffungen zur Weiterbearbeitung eingereicht.

Zuschlag und Vertrag

Die Kantonale Fachstelle für öffentliche Beschaffungen sichtet die eingereichten Unterlagen und erstellt einen Vergabeantrag, welcher von den für die Freigabe des Zuschlagsentscheides erforderlichen und unterzeichnungsberechtigten Personen zu unterschreiben ist. Liegen alle Unterschriften vor, wird der Zuschlag im Kantonsblatt Basel-Stadt und auf simap.ch publiziert.

Gegen den Zuschlag kann innerhalb einer Frist von zehn Tagen ab Publikation Rekurs beim Verwaltungsgericht Basel-Stadt eingereicht werden. Soweit es sich nicht aus der Zuschlagspublikation ergibt, können die Beteiligten innerhalb von fünf Tagen verlangen, dass ihnen durch einen weiteren Entscheid eröffnet wird, aus welchen wesentlichen Gründen ihr Angebot nicht berücksichtigt wurde und worin die ausschlaggebenden Merkmale und Vorteile des berücksichtigten Angebotes liegen. Wird eine erweiterte Begründung verlangt, beginnt die zehntägige Rekursfrist (Kalendertage) für diese Firma am Tag nach der Zustellung der Begründung (§ 30 Abs. 1 i.V.m. § 27 Abs. 2 BeG).

Sofern beim Verwaltungsgericht kein Rekurs eingegangen ist, kann nach Ablauf der Rekursfrist der Vertrag beidseitig unterzeichnet werden.